Barrierefreier Franziskusweg am Hermannsberg 

Projektträger:
Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.

LEADER Förderung:
38.540,33 €

Hoch über der Gemeinde Wiesent, idyllisch zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes und dem Donautal gelegen, betreibt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. das Bildungshaus am Hermannsberg. Hier ist Inklusion nicht nur ein Schlagwort, sondern direkt erfahrbar. Unter fachkundiger Anleitung und Begleitung des hauptamtlichen Personals führen elf Frauen und Männer mit Behinderung gemeinsam das Bildungshaus, schaffen für Tagungs-, Seminar oder Urlaubsgäste eine Atmosphäre des Wohlfühlens und ermöglichen kleine Auszeiten vom Alltag. Bereits 2007 entstand mit Unterstützung von LEADER+ am Hermannsberg die spirituelle Begegnungsstätte für behinderte und nicht-behinderte Menschen als inklusives Freizeit- und Erholungsangebot. 

Um das Freizeit- und Erholungsangebot für Menschen mit Handicap am Hermannsberg und im Landkreis Regensburg weiter zu verbessern sowie das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen stärker zu fördern, legte die Katholische Jugendfürsorge nun den Franziskusweg an. Mit Unterstützung von LEADER entstand ein im Kernbereich barrierefrei gestalteter Wander- und Spazierweg, der barrierearm bis in die Ortsmitte von Wiesent weiterverläuft. Entlang des herrlichen Weges finden sich fünf besondere Kunstwerke zum Thema Sonnengesang und Schöpfung des heiligen Franziskus, die zum Nachdenken, zur Besinnung und zum Verweilen einladen. Die Kunstwerke „Vogelpredigt“, „Himmel“, „Lichtkreis mit Vogelmann“, „Auch der Mensch ist nicht für immer auf Erden“ und „Säule der gesellschaftlichen Verantwortung“ entstanden im Rahmen eines Künstlerwettbewerbes. An zentraler Stelle lädt zudem eine überdachte Pergola zum Rasten und Verweilen ein. Hier befindet sich auch eine Informationstafel mit Wissenswertem zum Sonnengesang und zu den Kunstwerken in leichter Sprache. Der Franziskusweg endet (oder startet) am Ufer der Wiesent, wo mit dem Thaddäus-Ufer ein weiteres LEADER-Projekt entstand. Diese Verbindung ist nicht zufällig – Pater Thaddäus, als sogenannter „Wasserdoktor“ in Südamerika sehr berühmt und verehrt, wurde 1858 am Hermannsberg geboren und lebte dort 14 Jahre lang, bis er zum Besuch der Lateinschule und späteren Studien nach München übersiedelte.