Barrierefreier Franziskusweg am Hermannsberg 

Projektträger:
Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.

LEADER Förderung:
Voraussichtlich 38.540,33 €

Hoch über der Gemeinde Wiesent, idyllisch zwischen Bayerischem Wald und Donautal gelegen, betreibt die katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. das Bildungshaus am Hermannsberg. Hier ist Inklusion nicht nur ein Schlagwort, sondern direkt erfahrbar. Elf Frauen und Männer mit Behinderung führen gemeinsam unter fachkundiger Anleitung und Begleitung des hauptamtlichen Personals das Bildungshaus und schaffen für Tagungs-, Seminar oder Urlaubsgäste eine Atmosphäre des Wohlfühlens und ermöglichen kleine Auszeiten vom Alltag. Bereits 2007 entstand mit Unterstützung von LEADER+ am Hermannsberg die spirituelle Begegnungsstätte für behinderte und nicht-behinderte Menschen als inklusives Freizeit- und Erholungsangebot.

Um das Freizeit- und Erholungsangebot für Menschen mit Handicap weiter zu verbessern sowie das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen stärker zu fördern, legte die Katholische Jugendfürsorge nun den barrierefreien Franziskusweg an. Am 29. September 2018 lud KJF-Direktor Michael Eibl zur offiziellen Eröffnung und Segnung ein. Im Zuge des LEADER-Projektes entstand ein im Kernbereich barrierefrei gestalteter Wander- und Spazierweg, der barrierearm bis in die Ortsmitte von Wiesent weiterverläuft. Entlang des herrlichen Weges finden sich fünf besondere Kunstwerke zum Thema Sonnengesang und Schöpfung des heiligen Franziskus, die zum Nachdenken, zur Besinnung und zum Verweilen einladen. Die Kunstwerke „Vogelpredigt“, „Himmel“, „Lichtkreis mit Vogelmann“, „Auch der Mensch ist nicht für immer auf Erden“ und „Säule der gesellschaftlichen Verantwortung“ entstanden im Rahmen eines Künstlerwettbewerbes und wurden von einer hochrangigen Jury ausgewählt. An zentraler Stelle lädt zudem ein Pavillon zum Rasten und Verweilen ein. Hier befindet sich auch eine Informationstafel in leichter Sprache mit allerlei Wissenswertem zum Sonnengesang und zu den Kunstwerken. Der Franziskusweg endet (oder startet) am Ufer der Wiesent, wo mit dem Thaddäus-Ufer ein weiteres LEADER-Projekt entsteht. Pater Thaddäus ist einer der bedeutendsten Söhne der Gemeinde Wiesent, der in Südamerika als sogenannter „Wasserdoktor“ sehr berühmt ist und verehrt wird. Er hat eine besondere Verbindung zum Hermannsberg – er wurde 1858 dort geboren und lebte bis zum Besuch der Lateinschule und späteren Studien in München hoch über Wiesent.