Pettendorf blüht: Bienenfreundliche Gemeinde Pettendorf – Bienenerlebniswelt

Projektträger:
Gemeinde Pettendorf

LEADER-Förderung:
Voraussichtlich 18.150 €

Honig- und Wildbienen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres heimischen Naturraumes und erfüllen eine enorm wichtige Aufgabe für unser Ökosystem. Sie bestäuben rund 80% aller Wild- und Kulturpflanzen und verhelfen ihnen so zu Blüte und Frucht. Damit sorgen Honigbienen und rund 560 verschiedene heimische Wildbienenarten nicht nur für den Erhalt der Biodiversität, sondern leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Fruchtertrag vieler Gemüse-, Obst- und Ackerkulturen. Ca. ein Drittel der Lebensmittel wächst nur durch die Bestäubung der Bienen, ohne diese käme es zu Ernteausfällen und beliebte Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel, Birnen und Pflaumen sowie Gemüse würden zu Luxusgütern, die sich viele nicht mehr leisten können

Umweltverbände und -experten warnten schon lange vor dem Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ vor einem Artenschwund bei Insekten, v.a. bei den Wildbienen. Um neuen Lebensraum für Bienen zu schaffen und die Bevölkerung für die Bedeutung der Biene als Nutztier und ihre Gefährdung zu sensibilisieren, setzt die Gemeinde Pettendorf im Rahmen des Projektes Bienenfreundliche Gemeinde Pettendorf – Bienenerlebniswelt verschiedene Maßnahmen um.

So werden im Gemeindegebiet und angrenzenden Bereichen neue Lebensräume für Bienen in Form von mindestens einem Hektar Bienenwiesen, zehn Wildbienenhügeln, acht Insektenhotels, einem Bienenlehrgarten und einem Lehrbienenstock geschaffen, die gleichzeitig als Lehrstationen mehreren angebotenen Exkursionen pro Jahr fungieren. Bei allen Flächen und Objekten werden Informationsschilder zur gezielten Bewusstseinsbildung aufgestellt. Ein weiterer Projektbaustein zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung der Bevölkerung stellt der Bienenlehrpfad zwischen dem Ortssteil Kneiting und Pettendorf mit sechs verschiedenen Themenstationen dar. Hier erfahren die Besucher alles über die wichtige Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem, ihre Lebensräume und Erzeugnisse oder die aktuelle Gefährdung. Für die Bekanntmachung des neuen Umweltbildungsangebotes in Pettendorf entsteht zudem ein informativer Flyer. Eine wissenschaftliche Projektleitung kümmert sich nicht nur um die Umsetzung und Inhalte der geplanten Projektbausteine, sondern vernetzt alle Beteiligten, evaluiert die Projektumsetzung, tauscht sich mit der Gemeinde und der Förderstelle aus und koordiniert die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.