Aufwertung (über-) regionaler Wanderwege und des Franziskusweges in Wiesent durch Erlebnisstationen: Thaddäus-Ufer und historische Wandertafel

Projektträger:
Gemeinde Wiesent

LEADER Förderung:
Voraussichtlich 23.679,57 €

In der Gemeinde Wiesent verlaufen mehrere lokale, regionale und Fern-Wanderwege, wie beispielsweise der Franziskusweg, der Wanderweg O 51 von Wiesent nach Frauenzell, der Brennberger Burgensteig, der ostbayerischen Jakobsweg oder der europäischen Fernwanderweg E8. Durch zwei besondere Erlebnisstationen mit historischem Bezug wertet die Gemeinde Wiesent die Wanderwege infrastrukturell und thematisch auf.

Mit dem Thaddäus-Ufer entsteht eine der beiden Erlebnisstationen mit historischem Bezug am Ufer der Wiesent, nur wenige Meter von der Ortsmitte entfernt. Pater Thaddäus ist einer der bekanntesten Söhne der Gemeinde Wiesent. Bei uns nahezu unbekannt, ist er im 19. Jahrhundert in Südamerika mit der Lehre der Kneipp’schen Heiltechniken als sogenannter „Wasserdoktor“ sehr bekannt geworden. Das Thaddäus-Ufer erinnert an sein Leben und Wirken und rückt ihn damit stärker ins Licht der Öffentlichkeit. Dazu wird ein sanft abfallender Uferbereich mit Flachwasserzone modelliert und mit einem breiten Holzsteg sowie Sitzmöglichkeiten versehen. Direkt im Anschluss an den Holzsteg entsteht eine Wassertretanlage nach Kneipp´schem Vorbild, die mit Handlauf und Rampenzugang barrierearm gestaltet ist. Daneben vermitteln Informationstafeln und künstlerisch gestaltete Objekte (wie z.B. der Thaddäus-Zeitstrahl oder die Mönchssandale) viel Wissenswertes über den sogenannten „Wasserdoktor“. Pater Thaddäus hat eine besondere Verbindung zum Hermannsberg – er wurde 1858 dort geboren und lebte bis zu seinem 13. Lebensjahr hoch über der Gemeinde Wiesent. Daher bot es sich an, eine enge Verbindung mit dem ebenfalls von LEADER unterstützen Projekt „Barrierefreier Franziskusweg am Hermannsberg“ zu schaffen und das Thaddäus-Ufer als Start- bzw. Endpunkt zu nutzen.

An zentraler Stelle direkt in der Ortsmitte, befindet sich an einer Wand von Schloss Wiesent eine 180 x 300 cm große, handgemalte, historische Wanderkarte. Leider hat an diesem Kunstwerk der Zahn der Zeit schon erheblich genagt, weshalb sie restauriert und als zweite Erlebnisstation dauerhaft erhalten wird. Sitz- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie ÖPNV-Anschluss befinden sich im direkten Umfeld der historischen Wanderkarte und bieten damit große Aufenthaltsqualität für eine (informative) Rast.