Kooperationsprojekt: Erfassung (historischer) Kulturlandschaften 

Projektträger:
LAG Südlicher Steigerwald e.V.
Logo LAG Südlicher Steigerwald

Projektpartner:
Landkreis Regensburg, Landkreis Schwandorf, Landkreis Amberg-Sulzbach, LAG Nürnberger Land, LEADER Region Landkreis Fürth, Heimatverein Landkreis Fürth, LAG Aischgrund, LAG ErLebenswelt Roth, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, LAG Altmühlfranken, LAG Region Hesselberg, LAG Region an der Romantischen Straße, LAG Region Bamberg

LEADER Förderung:
Gesamt voraussichtlich 171.464,13 €
Anteilig Landkreis Regensburg voraussichtlich 14.288,68 €

Kulturlandschaften entstehen durch die dauerhafte Beeinflussung, insbesondere die wirtschaftliche und siedlungsmäßige Nutzung, der ursprünglichen Naturlandschaft durch den Menschen. Kulturlandschaften sind regional sehr differenziert ausgeprägt. Diese Unterschiede sind zwar auch von der Natur beeinflusst, entstanden aber hauptsächlich durch die Art und Verteilung der Siedlungen, die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit und die Ausbildung des Verkehrsnetzes. Dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl an verschiedensten Kulturlandschaftselementen, die bedeutsames regionales Kulturgut darstellen und oftmals Grundlage für die Herausbildung regionaler Identitäten sind.

Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes werden möglichst viele verschiedene, regional unterschiedliche Kulturlandschaftselemente in den zwölf beteiligten LEADER-Regionen als „Zeugen der Vergangenheit“ erfasst, dokumentiert und in einer Datenbank gesichert bzw. öffentlich zugänglich gemacht. Diese Datenbank für kulturelle Schätze stellt den zentralen Projektbaustein dar und wird von einem geförderten Projektmanagement professionell aufgebaut und betreut. Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege und der bayerische Landesverein für Heimatpflege bringen sich hierbei fachlich ein und pflegen die Datenbank nach Projektende weiter. Die Erfassung und Dokumentation der (historischen) Kulturlandschaftselemente erfolgt durch ehrenamtliche Helfer in den beteiligten Regionen. Damit grundlegende und einheitliche Erhebungsstandards sichergestellt sind, wurden die ehrenamtlichen Helfer im Rahmen von Workshops und Vorträgen durch das Projektmanagement und Fachreferenten im Frühjahr 2018 geschult. Die erfassten Kulturlandschaftselemente werden zunächst von den Erfassern in die Datenbank eingegeben, anschließend vom Projektmanagement genau überprüft, nötigenfalls nachbearbeitet und abschließend zur freien Ansicht in der Datenbank freigegeben. Um die entstehende Datenbank bekannt zu machen und gleichzeitig die Bevölkerung für die Gefährdung (historischer) Kulturlandschaften zu sensibilisieren, wurden Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit realisiert. So wurde unter der Adresse http://historische-kulturlandschaft.net eine informative Internetseite eingerichtet, ein übersichtlicher Informationsflyer erstellt und regelmäßige Presseberichte veröffentlicht.