Leerstandsmanagement zur lebendigen Orts- und nachhaltigen Landkreisentwicklung 

Projektträger:
Landkreis Regensburg

Leader Förderung:
21.770 €

Trotz vieler positiver Entwicklungstendenzen im Landkreis Regensburg und der günstigen strukturellen Rahmenbedingungen in direkter Nachbarschaft zum Oberzentrum Regensburg, blieb der Landkreis nicht von negativen Entwicklungen verschont. So führten vielschichtige gesellschaftliche Veränderungen zu einer steigenden Anzahl von leerstehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden, teilgenutzten landwirtschaftlichen Anwesen und brachliegenden Baugrundstücke in den Ortskernen vieler Landkreisgemeinden. Trotz dieser sich immer weiter verschärfenden Problemlage in den zentralen Bereichen weisen viele Gemeinden, aufgrund einer positiven Bevölkerungsentwicklung durch vermehrten Zuzug, immer neues Wohnbauland und Einzelhandelsflächen am Ortsrand („auf der grünen Wiese“) aus. Oft ist der Grund dafür, dass keine klare Erkenntnis darüber besteht, welche Potenziale im Gebäude- und Flächenbestand noch vorhanden sind und wie künftiger Leerstand erkannt und verhindert werden kann.

Diese Erkenntnis sollte durch das Projekt „Leerstandsmanagement zur lebendigen Orts- und nachhaltigen Landkreisentwicklung “ im Gesamtzusammenhang betrachtet und Lösungsansätze erarbeitet werden. 16 Gemeinden aus dem Landkreis Regensburg beteiligten sich an diesem Projekt, das den ersten Schritt auf dem Weg zum Erhalt lebendiger Ortskerne darstellen sollte.

Bei der Umsetzung waren zwei Projektbausteine von zentraler Bedeutung. Zum einen wurden vorhandene und sich abzeichnende Leerstände sowie verborgene Flächenpotenziale erfasst, bewertet und in eine für Verwaltungszwecke auf Gemeindeebene entwickelte Datenbank (vom LfU Bayern kostenlos zur Verfügung gestellt) eingepflegt. Auf Basis der erhobenen Daten und individuellen Analysen der einzelnen Gemeinden entwickelte ein Planungsbüro zukunftsfähige Handlungsempfehlungen und Maßnahmen, um existierende Leerstände einer (neuen) Nutzung zuzuführen und absehbare Leerstände zu vermeiden. Den zweiten wichtigen Projektbaustein stellten Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung dar. Durch projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und persönliche Beratungsgespräche konnten Kommunalpolitiker, Immobilienbesitzer und Teile der Bevölkerung für den Themenbereich Leerstandsmanagement und Innenentwicklung sensibilisiert werden.

Umgesetzte Maßnahmen: 

  • Datenerhebung, -analyse und -bewertung von innerörtlichen Leerständen und Flächenpotenzialen 
  • Erarbeitung umsetzungsreifer Maßnahmenvorschläge zum Erhalt der Funktionalität bzw. Revitalisierung der Ortskerne 
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung von Politik, Bürgern, Leerstandbesitzern, Baubranche, Architekten etc. für die Thematik Leerstand und verstärkte „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ 
  • Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit und persönliche, kompetente Beratung, Begleitung und Vernetzung von 16 Landkreisgemeinden