Grundwasserschutzprojekt Jura 

Projektträger:
Zweckverband zur Wasserversorgung Jachenhausener Gruppe

Projektpartner: Landkreis Regensburg, Landkreis Kelheim, Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

LEADER+ Förderung:
Gesamt 43.000 €
Anteilig Landkreis Regensburg 9.372,50 €

Das Wasserversorgungsgebiet der Jachenhausener Gruppe befindet sich im „Weißen Jura“, einem typischen Karstgebiet mit geringer Oberbodenauflage und Kalkgestein mit einer Vielzahl von Spalten, Rissen bis hin zu unterirdischen Gängen und Höhlen. Die hohe Durchlässigkeit des Bodens und die damit verbundene geringe Filterwirkung haben gravierende Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität. Die Vermeidung von Schadstoffeinträgen (z.B. durch Düngen) ist daher besonders dringlich.

Qualitätssicherung und innovativer Grundwasserschutz wurden mit modernster Probenahme- und Analysetechnik umgesetzt. Zur präzisen Bodenanalyse kam ein GPS-gesteuertes Probenahmegerät zum Einsatz. Mit gezielten und regelmäßigen Probenahmen an ausgewählten Stellen konnten Schadstoffquellen exakt lokalisiert, die Düngung optimiert und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Durch die intensive Beratung der Landwirte in den Bereichen standortspezifische Düngung, Pflanzenschutzmitteleinsatz und Zwischenfruchtanbau sowie den Einsatz moderner Technik hinsichtlich Bodenanalytik und Datenauswertung konnte eine sehr hohe Akzeptanz bei den landwirtschaftlichen Betrieben erreicht werden. Die Folge: Nitratgehalte im Bodenwasser und die bakterielle Belastung wurden gesenkt und damit das Ziel des präventiven Grundwasserschutzes zur Sicherung der dezentralen Wasserversorgung erreicht.

Umgesetzte Maßnahmen: 

  • Einsatz von spezieller Technik für die Bodenanalyse 
  • Entwicklung eines GPS-gesteuerten Bodenprobegeräts 
  • Entwicklung eines speziellen EDV-Programms 
  • Qualifizierung der Landwirte 
  • Bewusstseinsbildung für das sensible Gut “Trinkwasser“